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Vorwort


Unfallzahlen zu senken ist das Bestreben aller Beteiligten, die rund um den Lkw, von der Entwicklung bis hin zum Verkauf aktiv tätig sind.

Ein Bereich steht dabei besonders im Mittelpunkt, nämlich der Technische. Dessen Fortschritte machen die Fahrzeuge zwar deutlich sicherer, das regelkonforme Verhalten deren Fahrer ist hierbei jedoch nicht automatisch mit eingeschlossen. Die gesetzlichen Forderungen und festgelegten Ahndungen bei Verstößen geben zwar zusätzlich die Rahmenbedingungen vor, der „Schwachpunkt“ in der Kausalkette ist und bleibt jedoch der Mensch.

Die subjektiven Verhaltensweisen der Nutzer im öffentlichen Verkehrsraum haben selbstverständlich erheblichen Einfluss auf die Zielsetzung, Unfallzahlen zu senken. In der Konstellation von Mensch, Maschine und Straße ist der Mensch somit der maßgebliche Faktor für das gewünschte Endergebnis.

Nach dem Ende meiner aktiven Dienstzeit, kann ich auf fast 40 Jahre praktische Erfahrung in der Verkehrssicherheitsarbeit zurückblicken und mir ein Urteil zu diesem Thema bilden.

In all meinen Beobachtungen zu diesem brisanten Thema, standen die Lkw-Fahrerinnen und Fahrer schon immer im Mittelpunkt.

Diese Berufsgruppe vollbringt Höchstleistungen mit ihrem Arbeitsgerät und ist als Versorger der Nation unverzichtbar in eine Kausalkette integriert.

Wir haben in Deutschland, im europäischen Vergleich gesehen, die höchste Kontrolldichte für das Transportgewerbe im öffentlichen Verkehrsraum. Dabei werden viele Betroffene zu Recht sagen, dass es mehr als genug repressive Maßnahmen gibt und sich fragen, wie auf unseren Straßen beispielsweise das Zusammenwirken von Pkw-Fahrern, Kontrollorganen und ihren Arbeitgebern aussieht.

Hier muss die Antwort auf jeden Fall lauten, dass es wünschenswerte Veränderungen für ein faires Miteinander geben muss.

Die Inhalte dieses Buches sind größtenteils darauf ausgelegt, in einem ersten Schritt bestimmte Abläufe und Situationen im öffentlichen Verkehrsraum die nahezu allen Verkehrsteilnehmenden bekannt sind, klar erkennbar darzustellen und uns diese dadurch wieder in das Gedächtnis zu rufen.

Das gemeinsame Ziel, unsere Verkehrsräume noch sicherer zu gestalten und uns nicht die Freude nehmen zu lassen, den Job des Berufskraftfahrers als Möglichkeit des Lebensunterhalts zu betrachten, erreichen wir nur, wenn wir uns für das Miteinander statt Gegeneinander auf unseren Straßen entscheiden.

Ich wünsche allen Lesern des Buches eine gute Unterhaltung, hoffe auf eine Auffrischung Ihres bisherigen Wissens und vielleicht auf den Entschluss, zukünftig ein stärkeres „Wir-Gefühl“ bei den Fahrten auf unseren Straßen zu entwickeln.

Rainer Bernickel

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